Überraschende Entscheidung aus Mainz: Nach fast fünf Jahrzehnten hat sich das ZDF dazu entschieden, seine Krimiserie "Ein Fall für zwei" einzustellen. Wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag erklärte, soll die letzte Staffel mit den finalen vier Episoden im kommenden Jahr ausgestrahlt werden, ehe 2027 auch noch ein 90-minütiger Spielfilm gedreht werden soll. Dieser solle "die Geschichte zu einem würdigen Abschluss führen". Hinter der Serie steht die Produktionsfirma Odeon Fiction.

"'Ein Fall für zwei' hat den ZDF-Freitagskrimi über mehr als vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern begleitet. Umso schwerer fällt nach reiflicher Überlegung die Entscheidung, die Reihe zu beenden", teilte das ZDF mit, das auch nach dem Aus von "Ein Fall für zwei" weiterhin auf seine Freitagskrimis setzen wird. Die Rede ist jedoch von einer "stärkeren Fokussierung" auf wenige Formate".

"Ein Fall für zwei" war erstmals 1981 an den Start gegangen - über Jahrzehnte hinweg prägte Claus Theo Gärtner als Privatdetektiv Jürgen Matula die Serie. An seiner Seite war zunächst Günter Strack als Rechtsanwalt zu sehen, später spielten Reiner Hunold, Mathias Herrmann und Paul Frielinghaus an Gärtners Seite. Nach Gärnters Ausscheiden im Jahr 2013 setzte das ZDF die Serie schon ein Jahr später fort. Seither übernahmen Antoine Monot jr. und Wanja Mues die Hauptrollen.

Die beiden Schauspieler bedauerten das bevorstehende Serien-Ende. "Ein großes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte findet sein Ende. Das tut mir leid für die vielen Millionen treuer Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben", sagte Mues. Und Monot erklärte: "Unser ganz persönlicher 'Fall für Mues und Monot' ist noch lange nicht vorbei: Wir stehen gemeinsam mit dem Livehörspiel 'Pater Brown' auf der Bühne und drehen 2027 den 90-Minüter 'Ein Fall für zwei', der dann als Abschluss im ZDF ausgestrahlt wird. Darauf freuen wir uns."