Kaum mehr als einen Monat, nachdem Lionsgate seinem internationalen Streamingdienst Starzplay ein umfangreiches Rebranding verpasst und ihn in Lionsgate+ umbenannt hatte, folgte Anfang Dezember die überraschende Ankündigung, sich nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, Italien, Spanien, die Benelux-Länder, Skandinavien und Japan zurückzuziehen.

Superna Kalle © Starzplay Superna Kalle
Damit wurde die vorherige Expansionsstrategie, die unter Superna Kalle als Starz International Networks President verfolgt worden war, ein abruptes Ende gesetzt. Nun verlässt auch Superna Kalle nach fünf Jahren das Unternehmen. In einer zweimonatigen Übergangsphase wird sie die Übergabe an ihren Nachfolger Darren Nielson noch begleiten, dann wolle sie sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen, heißt es. Nielson kam 2018 von Netflix zu Lionsgate und war zuletzt Executive Vice President International Business Development and Partnerships.

Hierzulande wird er sich allenfalls noch um die Abwicklung kümmern müssen. Aktuell ist Lionsgate+ zwar noch verfügbar, spätestens im Frühjahr soll aber Schluss sein. Überraschend kam die Entscheidung auch deswegen, weil Starzplay bzw. Lionsgate+ sogar eine deutsche Serien-Eigenproduktion in Auftrag gegeben hatte, für die die Produktionsfirma nun eine neue Heimat sucht.

Doch nicht nur im internationalen Geschäft steht Lionsgate vor großen Veränderungen, aktuell ist Lionsgate dabei, das Studio- vom Sender- und Plattformgeschäft zu trennen. Lionsgate betreibt in den USA Starz.