Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Am Ende hatte das schon zu früh verschickte "Harper's Bazaar"-Magazin doch recht: Aurélie und Ibo haben das bereits Ende Februar in Los Angeles aufgezeichnete Finale von "Germany's next Topmodel" gewonnen. Dass das Sieger-Duo zuvor bereits geleakt worden war, schien den größten Teil der Fans aber nicht zu stören - oder gar nicht erst erreicht zu haben. Mit den Quoten, die die Show am Donnerstagabend erzielte, kann man bei ProSieben jedenfalls überaus zufrieden sein.

Zwar bedeuteten 1,33 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern die niedrigste Final-Reichweite von "GNTM" aller Zeiten, gleichwohl konnte Heidi Klums Model-Suche im Vergleich zu den Vorwochen noch einmal deutlich zulegen. Den Bestwert der Staffel hält aber nach wie vor die Umstyling-Folge aus dem März. Besonders stark war das Format ohnehin in der Zielgruppe, wo 630.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren für einen hervorragenden Marktanteil von 20,6 Prozent sorgten - und damit sogar für einen Rekord in diesem Jahr. Das reichte für die ungefährdete Spitzenposition in der Primetime. Gut möglich, dass der Wert durch zeitversetzte Nutzung zudem im Nachgang noch einmal ein ganzes Stück steigen wird.

Unterm Strich erwies sich "Germany's next Topmodel" somit auch in diesem Jahr wieder als voller Erfolg für ProSieben - im Vergleich zum Vorjahr blieben die Quoten der Show weitgehend stabil. Allerdings gelang es dem Privatsender auch am Finalabend nicht, das Publikum im Anschluss für die "Realityshow-Academy" zu begeistern. Nur 280.000 Zuschauerinnen und Zuschauer blieben dran, eine weitere Folge fiel sogar auf nur noch 110.000 zurück. Wenig zu holen gab es zudem in der Zielgruppe, wo die Realityshow mit Marktanteilen von 5,1 und 3,3 Prozent einmal mehr klar unter dem Senderschnitt performte.

Ohnehin gab's abseits von "GNTM" am Donnerstag für ProSieben nicht allzu viel zu feiern. So enttäuschte etwa "Galileo" am Vorabend mit ungewöhnlich schwachen 5,8 Prozent Marktanteil, nachdem das Eishockey-WM-Spiel zwischen Kanada und den USA im letzten Drittel immerhin noch auf 8,0 Prozent gekommen war. Die ersten beiden Drittel blieben mit Werten von weniger als sechs Prozent dagegen blass. Bei ProSieben Maxx lief es für die WM hingegen durchaus gut: Dort erreichte die in der Primetime gezeigte Begegnung zwischen der Schweiz und Schweden bis zu 240.000 Fans. In der Zielgruppe zog der Marktanteil zum Schluss auf 2,7 Prozent an.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;