Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Am Montag hat Sat.1 einen großen Umbau am Vorabend vorgenommen. So musste das erfolglose "Frieda" den Sendeplatz räumen und um 19 Uhr übernahm der "Landarztpraxis"-Ableger "Team Sonnenhof". Die Umstellung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, liegt derzeit doch viel Aufmerksamkeit auf der Fußball-WM - die Spiele erzielen entsprechend hohe Quoten. Am Montag erreichte ein Spiel um 19 Uhr mehr als sieben Millionen Menschen sowie rund 50 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum (DWDL.de berichtete). 

Das hat dem neuen Sat.1-Line-up den Start erschwert. "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof" erreichte zum Auftakt nun 600.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, das entsprach 3,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Damit lief es für die Serie in etwa so gut bzw. schlecht wie für das Original in den vergangenen Wochen. In der klassischen Zielgruppe wurden 2,1 Prozent gemessen, das waren noch etwas weniger als zuletzt.  

Zwei alte Ausgaben von "Lenßen übernimmt" kamen ab 18 Uhr auf 410.000 und 430.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit liefen sie besser als "Frieda", das zuvor im Schnitt nur rund 300.000 Menschen zum Einschalten brachte. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es angesichts von 4,4 und 2,3 Prozent dennoch sehr überschaubar. Mit einer "Spiegel TV"-Reportage erreichte Sat.1 zur besten Sendezeit 480.000 Personen und 3,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Eine weitere Reportage lag danach gegen das Deutschlandspiel bei der WM bei 1,0 Prozent. 

Neben Sat.1 taten sich am Montag in der Primetime auch alle anderen großen Privatsender schwer. RTL informierte in einem "RTL Aktuell"-Spezial zu den Ereignissen in Stade zwar 1,26 Millionen Menschen, beim jungen Publikum waren damit aber nur 4,8 Prozent drin. Eine "Undercover Boss"-Wiederholung lag später bei 910.000 Zuschauenden und 3,5 Prozent. Ein zweiter Re-Run fiel auf 0,9 Prozent. Am Vorabend taten sich zudem "AWZ" und "GZSZ" gegen das WM-Spiel zwischen Brasilien und Japan schwer, 4,9 und 6,3 Prozent wurden gemessen - für "GZSZ" bedeutete das den schlechtesten Wert des Jahres. 

ProSieben unterhielt bereits zur besten Sendezeit nur 390.000 Menschen mit dem Film "Transformers: Ära des Untergangs", in der Zielgruppe entsprach das 1,5 Prozent Marktanteil. "Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse" lag später bei 0,4 Prozent. Bei Kabel Eins holten "Banana Joe" und "Buddy haut den Lukas" 2,0 und 0,3 Prozent. Die "Geissens" erreichten bei RTLzwei in der Spitze 2,6 Prozent, lagen teils aber auch bei 0,3 Prozent und bei Vox kamen zwei Wiederholungen von "Goodbye Deutschland" (wie passend in Bezug auf die WM) auf 2,2 und 0,8 Prozent. 

Eine nennenswerte Reichweite in der Primetime erzielte neben dem ZDF nur Das Erste. "Donna Leon" kam zur besten Sendezeit - und damit in Konkurrenz zum WM-Sieg der Brasilianer, auf 3,13 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 13,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. "Steirerblut" überschnitt sich später schon mit dem DFB-Match und erreichte dennoch 860.000 Menschen, damit waren 3,4 Prozent drin. "Mordkommission Istanbul" lag ab 23:50 Uhr nur noch bei 1,3 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;