Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Manchmal ist es gar nicht so leicht, bei der laufenden Fußball-EM den Überblick zu behalten. Neben MagentaTV, das alle Begegnungen überträgt, sind Spiele auch bei RTL, ZDF und dem Ersten zu sehen. Am Montag hatten alle genannten Sender ein Match im Programm - und alle erreichten damit ein großes Publikum. RTL übertrug am Nachmittag die Partie zwischen der Ukraine und Rumänien. Damit kam man auf 2,45 (1. Halbzeit) und 3,16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer (2. Halbzeit). 

Im Vergleich zum Sonntag musste RTL damit deutliche Abschläge hinnehmen, das Spiel zwischen Polen und den Niederlanden verfolgten teils mehr als sechs Millionen Menschen. Doch auch mit der Ukraine und Rumänien erreichte RTL am Montag hervorragende Werte: So kratzte man beim Gesamtpublikum an der 30-Prozent-Marke und in der klassischen Zielgruppe lag man bei 40,3 Prozent in Halbzeit zwei. 

Auch Vor- und Nachberichterstattung zum Spiel liefen gut. Vielleicht noch wichtiger aber ist für RTL, dass auch das "RTL EM-Studio" in der Primetime langsam an Fahrt gewinnt. Mit 710.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 6,1 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe ist man von einem Erfolg zwar noch immer weit entfernt, im Vergleich zum Auftakt hat sich das Format nun aber schon deutlich gesteigert. Zum Start sahen weniger als eine halbe Million Menschen zu und der Marktanteil lag bei sehr mageren 3,3 Prozent. 

Doch nun zu den anderen Sendern mit EM-Übertragungen: Highlight aus Sicht vieler Zuschauerinnen und Zuschauern war das Abendspiel zwischen Frankreich und Österreich, das lange spannend blieb. Wohl auch deshalb lag die Reichweite bei 12,19 Millionen - die bislang höchste, wenn man das Deutschlandspiel außen vor lässt. Das Erste erreichte damit 46,6 Prozent Marktanteil insgesamt sowie 60,3 Prozent beim jungen Publikum. Am späten Abend unterhielt das "Kneipenquiz" noch 1,61 Millionen Menschen bis nach Mitternacht, sodass auch damit starke 17,7 und 23,0 Prozent Marktanteil erzielt wurden. 

Im ZDF war am Vorabend derweil die Partie zwischen Belgien und der Slowakei zu sehen. 7,32 Millionen Menschen sahen den überraschenden Sieg der Slowakei und bescherten dem Sender 38,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Beim jungen Publikum wurde die 50-Prozent-Marke geknackt, 51,3 Prozent Marktanteil sind ein starkes Ergebnis. In der Primetime unterhielt das ZDF trotz EM-Konkurrenz übrigens noch 5,50 Millionen Menschen mit einer "Die Toten vom Bodensee"-Wiederholung, damit waren insgesamt starke 20,5 Prozent Marktanteil drin. 

Am Ende erzielten sowohl Das Erste (20,8 Prozent) als auch das ZDF (18,9 Prozent) extrem hohe Tagesmarktanteile. Und auch beim jungen Publikum waren die beiden Sender angesichts von 25,7 und 14,3 Prozent nicht zu schlagen. RTL brachte es trotz mehr als 40 Prozent Marktanteil am Nachmittag auf Tagessicht nur auf 8,9 Prozent, ließ die anderen Privatsender damit aber deutlich hinter sich. Zum Ergebnis beigetragen hat unter anderem die Tatsache, dass die Kölner nach 20:15 Uhr durchweg einstellig unterwegs waren. Eine alte "Undercover Boss"-Ausgabe holte ab 21 Uhr etwa nur 2,4 Prozent.  

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.5; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;