Nominierte und sonstige Fernsehpreis-Gäste aufgepasst: Wer am kommenden Mittwoch zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises anreist, sollte diesmal nicht zum Coloneum fahren. In der 27-jährigen Geschichte der Verleihung gab es zwar schon ein paar Location-Wechsel, sie waren bislang aber nie von Dauer: Der Studio-Komplex der MMC in Köln-Ossendorf blieb bislang doch die angestammte Heimat des Fernsehpreises, so wie zuletzt vier Jahre in Folge. Die Nutzung der vorhandenen Studios war praktisch, die Mall bot zugleich viel Platz für die anschließende Party - so viel, dass sie mehrere Jahre nicht mehr ganz bespielt wurde, bis die Telekom das im vergangenen Jahr als Ausrichterin endlich wieder korrigierte. Ein Abend, der von den meisten Anwesenden als gelungen empfunden wurde.
Trotzdem entschieden sich die Fernsehpreis-Stifter in diesem Jahr für einen Standort-Wechsel. Raus aus Köln-Ossendorf, rein ins erst vor zwei Jahren eröffnete Confex, das "Conference- und Exhibition-Center" der Koelnmesse. Klar ist damit schonmal: Die Anreise ist für die meisten nun deutlich einfacher. Das Confex liegt ziemlich zentral in Köln im Stadtteil Deutz, der Fernbahnhof Köln/Deutz ist ein paar Schritte entfernt, der Kölner Dom in Sichtweite und auch viele Hotels sind in wenigen Minuten zu erreichen.
"Die Verleihung sichtbarer verorten"
© RTL Group
Jan Peter Lacher
Verantwortlich für die versprochenen "frischen Inszenierungen" ist die Produktionsfirma Riverside Entertainment, die die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises auch in diesem Jahr produziert. Produzent Stephan Neumann will sich bei den Details noch nicht allzu sehr in die Karten blicken lassen, kündigt gegenüber DWDL aber an: "Wir können in diesem Jahr die Show mit der Stadt Köln visuell verbinden, Köln von seiner schönsten Seite zeigen und so die Verleihung sichtbarer verorten". Nicht nur für die Gäste vor Ort soll sich also etwas ändern, sondern auch fürs Publikum zu Hause soll der neue Standort durch neue Inszenierungen sichtbar werden. "Jetzt hoffen wir, dass das Wetter mitspielt", so Neumann.
© Riverside Entertainment
Stephan Neumann
Die "Golden Hour" kommt, der Smoking bleibt
Die Rede ist hier von der neuen "Golden Hour", zu der Ministerpräsident Henrik Wüst und der Oberbürgermeister Torsten Burmester "ausgewählte Branchenvertreter" im Vorfeld der Verleihung eingeladen haben. Jan Peter Lacher sieht darin "ein starkes Signal für die Bedeutung des Deutschen Fernsehpreises und für den Medienstandort Köln".
Noch wichtiger ist aber an diesem Abend natürlich etwas Anderes: "Insgesamt möchten alle Stifter und Partner allen Nominierten und Gästen des Deutschen Fernsehpreis einfach eine spannende, kurzweilige Verleihung bieten und danach bei einer stimmungsvollen Party miteinander die Branche und die Preisträgerinnen und Preisträger feiern", fasst Neumann es zusammen. Und damit das in angemessener Atmosphäre stattfindet, gilt auch in diesem Jahr der 2025 wieder eingeführte Dresscode, der da noch manch einen im Vorfeld kurzfristig ins Schwitzen brachte: Es gilt "Black Tie". Die Damen sollten ihr Abendkleid und die Herren ihren Smoking also auch in diesem Jahr wieder aus dem Schrank holen.

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