Nominierte und sonstige Fernsehpreis-Gäste aufgepasst: Wer am kommenden Mittwoch zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises anreist, sollte diesmal nicht zum Coloneum fahren. In der 27-jährigen Geschichte der Verleihung gab es zwar schon ein paar Location-Wechsel, sie waren bislang aber nie von Dauer: Der Studio-Komplex der MMC in Köln-Ossendorf blieb bislang doch die angestammte Heimat des Fernsehpreises, so wie zuletzt vier Jahre in Folge. Die Nutzung der vorhandenen Studios war praktisch, die Mall bot zugleich viel Platz für die anschließende Party - so viel, dass sie mehrere Jahre nicht mehr ganz bespielt wurde, bis die Telekom das im vergangenen Jahr als Ausrichterin endlich wieder korrigierte. Ein Abend, der von den meisten Anwesenden als gelungen empfunden wurde.

Trotzdem entschieden sich die Fernsehpreis-Stifter in diesem Jahr für einen Standort-Wechsel. Raus aus Köln-Ossendorf, rein ins erst vor zwei Jahren eröffnete Confex, das "Conference- und Exhibition-Center" der Koelnmesse. Klar ist damit schonmal: Die Anreise ist für die meisten nun deutlich einfacher. Das Confex liegt ziemlich zentral in Köln im Stadtteil Deutz, der Fernbahnhof Köln/Deutz ist ein paar Schritte entfernt, der Kölner Dom in Sichtweite und auch viele Hotels sind in wenigen Minuten zu erreichen.

"Die Verleihung sichtbarer verorten"

Jan Peter Lacher © RTL Group Jan Peter Lacher
Jan Peter Lacher, der als Vertreter von RTL in diesem Jahr den Vorsitz im Fernsehpreis-Beirat hat, sieht den Umzug in Zusammenhang mit einem stetigen Ausbau des Deutschen Fernsehpreises in den letzten Jahren. Er verweist auf den gewachsenen Stifter- und Partnerkreis, die gestiegene Anzahl an Kategorien, um mehr Gewerke hinter der Kamera berücksichtigen zu können. Und damit zusammenhängend die Einführung der "Nacht der Kreativen," um einen würdigen Rahmen zur Ehrung außerhalb der TV-Verleihung zu schaffen. Die "Nacht der Kreativen" findet dabei auch dieses Jahr wieder in der Kölner Flora statt, während die TV-Verleihung umzieht: "In diesem Jahr freuen wir uns auf einen neuen Veranstaltungsort: Mit dem Confex hat der Deutsche Fernsehpreis ein attraktives neues Zuhause in zentraler Kölner Innenstadtlage gefunden. Die moderne Location gibt uns Raum für frische Inszenierungen und verkürzt zugleich die An- und Abreise unserer Gäste", so Lacher.

Verantwortlich für die versprochenen "frischen Inszenierungen" ist die Produktionsfirma Riverside Entertainment, die die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises auch in diesem Jahr produziert. Produzent Stephan Neumann will sich bei den Details noch nicht allzu sehr in die Karten blicken lassen, kündigt gegenüber DWDL aber an: "Wir können in diesem Jahr die Show mit der Stadt Köln visuell verbinden, Köln von seiner schönsten Seite zeigen und so die Verleihung sichtbarer verorten". Nicht nur für die Gäste vor Ort soll sich also etwas ändern, sondern auch fürs Publikum zu Hause soll der neue Standort durch neue Inszenierungen sichtbar werden. "Jetzt hoffen wir, dass das Wetter mitspielt", so Neumann.

Stephan Neumann © Riverside Entertainment Stephan Neumann
Und vor Ort? Treffen die Stars auf einen verlängerten Roten Teppich - der hoffentlich auch für Fotografen, Kamerateams und Journalstinnen und Journalisten vor Ort ein weniger beengtes Arbeiten ermöglicht. "Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ohne großen Mehraufwand, Side-Events wie den Empfang des Ministerpräsidenten des Landes NRW und des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, umzusetzen. Die Location ist logistisch auf Veranstaltungen mit vielen Gästen ausgerichtet und dauerhaft mit vielen LED-Flächen zur Gästekommunikation ausgestattet", sagt Neumann.

Die "Golden Hour" kommt, der Smoking bleibt

Die Rede ist hier von der neuen "Golden Hour", zu der Ministerpräsident Henrik Wüst und der Oberbürgermeister Torsten Burmester "ausgewählte Branchenvertreter" im Vorfeld der Verleihung eingeladen haben. Jan Peter Lacher sieht darin "ein starkes Signal für die Bedeutung des Deutschen Fernsehpreises und für den Medienstandort Köln".

Noch wichtiger ist aber an diesem Abend natürlich etwas Anderes: "Insgesamt möchten alle Stifter und Partner allen Nominierten und Gästen des Deutschen Fernsehpreis einfach eine spannende, kurzweilige Verleihung bieten und danach bei einer stimmungsvollen Party miteinander die Branche und die Preisträgerinnen und Preisträger feiern", fasst Neumann es zusammen. Und damit das in angemessener Atmosphäre stattfindet, gilt auch in diesem Jahr der 2025 wieder eingeführte Dresscode, der da noch manch einen im Vorfeld kurzfristig ins Schwitzen brachte: Es gilt "Black Tie". Die Damen sollten ihr Abendkleid und die Herren ihren Smoking also auch in diesem Jahr wieder aus dem Schrank holen.