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Keine Sorge, in der Schlacht um Warner Bros. Discovery hat es rund um den Jahreswechsel keine Entscheidung gegeben und auch die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch RTL ist noch nicht durch. Der ganz große Medien-Knall blieb bislang allerdings aus. Gleichwohl startet in Köln-Deutz das Jahr direkt mit einer Woche der Wahrheit, schließlich soll die Belegschaft von RTL Deutschland noch diesen Mittwoch erfahren, wessen Stellen im Rahmen der als "Shift 2026" angekündigten Umstrukturierung des Hauses abgebaut werden sollen.
Ein Abgang steht bereits fest: ARD-aktuell baut seine crossmediale Video-Unit unter der Leitung von Sara Maria Manzo aus und verstärkt sich ab März mit Malte Baumberger. Er kommt vom privaten Konkurrenten RTL News, wo er über zwölf Jahre lang den Auftritt der journalistischen Angebote von RTL und ntv im digitalen Raum geprägt hat, zuletzt in der Position des Head of Social Media. Bei RTL Deutschland freut man sich unterdessen darüber, dass sich RTL+ augenscheinlich auf einem guten Weg befindet, immerhin wurde im Unternehmen gerade erst darüber gejubelt, dass der Streamingdienst die Marke von sieben Millionen Abos geknackt hat. "Damit halten wir RTL+ weiter auf Kurs, 2026 erstmals profitabel zu sein", sagt CEO Stephan Schmitter. Im ZDF wiederum bereitet man sich aktuell auf die nächste Intendantenwahl vor - diese soll schon im März stattfinden.
Abseits davon sind eher kleinere Branchen-News, die die zurückliegenden Tage prägten - die Ankündigung von Prime Video etwa, ein Talk-Game-Format namens "Ungesagt" mit Lena Cassel bei YouTube zu starten, den Wechsel der Kings League von RTL+ zu DAZN oder die Pläne von Sport1, im neuen Jahr Comedy-Klassiker wie "Axel!" und "Ladykracher" ins Programm zu nehmen.
© RTL
Kurz vor dem Jahreswechsel endete dann auch noch eine echte Ära: MTV hat zum letzten Mal ein Musikvideo ausgestrahlt - einige Stunden früher als ursprünglich geplant. Zu hören gab's zum Schluss übrigens Kraftwerk mit dem Song "Musique Non Stop".
TV-Quoten
In den vergangenen Wochen war Sport1 so etwas wie der Sender der Stunde - nicht wegen alter Comedy, sondern wegen der Darts-WM, die so erfolgreich war wie noch nie und im Dezember für einen herausragenden Monatsmarktanteil von 3,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sorgte. Das Bemerkenswerte ist, dass die WM selbst dann prächtig funktioniert, wenn längst keine deutschen Spieler mehr am Start sind. Das Finale war dann auch mit genau zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 21,9 Prozent Marktanteil ein überragender Erfolg für Sport1, obgleich neue Rekordwerte im Endspiel ausblieben.
© Screenshot Das Erste
Spannend ist auch der Blick auf die Streaming-Daten der AGF. Angeführt wurde die Hitliste im Dezember von der Prime-Video-Serie "Fallout". Daneben punktete der Streamingdienst nicht zuletzt mit Filmen - was ihn etwa deutlich von RTL+ unterscheidet, wo Realityshows die Speerspitze bildeten.
Und sonst?
Uwe Mantel hat auch in diesem Jahr wieder errechnet, welche Formate 2025 am häufigsten im Fernsehen zu sehen waren. Ganz vorne mit dabei: "Medical Detectives" und "CSI". Im Sender-Ranking konnten die beiden Spartenkanäle ZDFneo und ZDFinfo 2025 neue Rekorde beim jungen Publikum feiern. Das ZDF-Hauptprogramm war zugleich wieder Marktführer beim Gesamtpublikum, während es Sat.1 erstmals seit zehn Jahren gelang, seinen Abwärtstrend zu stoppen. Und wenn Sie wissen wollen, welche Videotrends 2025 besser nie viral gegangen wären, lege ich Ihnen den Text von Simon Pycha ans Herz. Er berichtet außerdem über die erfolgreichsten TikTok-Publisher im Dezember.
In diesem Sinne: Auf ein Neues!
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