Eurosport Player und DAZN © DWDL.de
Sublizenzierung bestätigt

Bundesliga-Deal ist offiziell, DAZN erhöht die Preise

 

DAZN wird ab der nächsten Saison jene Bundesliga-Spiele übertragen, deren Rechte zuletzt bei Eurosport lagen - und im Zuge dessen die Preise erhöhen. Discovery hat das entsprechende Paket sublizenziert. Zugleich sollen Eurosport 1 und 2 bei DAZN integriert werden.

von Alexander Krei
18.07.2019 - 10:06 Uhr

Eurosport hat nun auch offiziell bestätigt, sein Bundesliga-Paket an DAZN sublizenziert zu haben. Der Streamingdienst wird somit von der kommenden Saison an die 40 Bundesliga-Spiele am Freitagabend, am Sonntagmittag um 13:30 Uhr sowie am Montagabend um 20:30 Uhr selbst produzieren und verbreiten. Das Paket, das für die nächsten beiden Spielzeiten gilt, umfasst darüber hinaus den DFL-Supercup sowie jährlich vier Relegationsspiele. Im Eurosport Player werden die Übertragungen damit nicht mehr zu sehen sein.

Wie jetzt bekannt wurde, ist darüber hinaus die Integration der beiden Sender Eurosport 1 HD und Eurosport 2 HD in das Streaming-Angebot von DAZN Teil des Deals - auch Tennis, Wintersport oder die Olympischen Spiele werden auf diese Weise bei DAZN empfangbar sein. Diese Vereinbarung gilt neben Deutschland auch für Österreich, Spanien und Italien. "Wir freuen uns über diese Partnerschaft, die einen wichtigen Beitrag zu unserer Wertschöpfungskette leisten wird", sagte Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Discovery Deutschland. "Sie zeigt eindrucksvoll, wie geschätzt und werthaltig unsere Marken im Sportbereich sind. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Verbreitung unserer Sender bei DAZN noch mehr Sportfans für unsere Eurosport-Übertragungen begeistern werden."

Bei der Bundesliga sei man mit dem Eurosport Player ein "First Mover" im OTT-Bereich gewesen, so Aigner-Drews. "Wir freuen uns, diese Rechte nun in die umfassende Partnerschaft mit DAZN einbringen zu können, von der wir marktübergreifend in hohem Maße profitieren werden." Dass Discovery mit den ambitionierten Plänen letztlich nach der Hälfte der Vertragslaufzeit gescheitert ist, sagt sie freilich nicht. Doch klar ist, dass man sich das Bundesliga-Unterfangen ganz anders vorgestellt haben wird.

70 Millionen Euro soll Discovery einst für die genannten Bundesliga-Rechte bezahlt haben - wie viel Geld nun DAZN für die Übertragungen in Deutschland und Österreich auf den Tisch legt, ist nicht bekannt. Allerdings zeigte sich Thomas de Buhr, Executive Vice President DACH bei DAZN, zufrieden mit dem Deal: "Das ist ein ganz besonderer Moment und eine großartige Partnerschaft für DAZN in Deutschland und Österreich. Erstmals können wir den Fans die Bundesliga live auf DAZN präsentieren und unser Angebot mit zahlreichen internationalen Premium-Sportinhalten ergänzen."

Zwei Euro mehr pro Monat

Im Zuge des Deals hat DAZN zugleich eine Erhöhung der Preise angekündigt: Ab dem 1. August ist der Sportstreamingdienst für 11,99 Euro pro Monat zu haben - das sind zwei Euro mehr als bisher. Allerdings können Sport-Fans das Angebot auch weiterhin für rund zehn Euro monatlich buchen. Voraussetzung dafür ist das neue Jahres-Abo, das zum Preis von 119,99 Euro zu haben ist und ebenfalls ab August eingeführt wird. Eurosport wird unterdessen den Bundesliga-Fans ein außerordentliches Kündigungsrecht gewähren, wie der Sender gegenüber DWDL.de bestätigte. Dazu informiert man seine Abonnenten derzeit schon.

Für Kunden von Amazon Prime ändert sich derweil vermutlich nichts. Dort werden die Bundesliga-Spiele wie gewohnt über die bekannten Eurosport-Wege zu sehen sein, nur werden sie dann eben von DAZN produziert. Auch auf HD+ werden die Bundesligaspiele von DAZN produziert und auf linearem Wege zu sehen sein. Das ist vor allem deshalb interessant, weil der jeweilige Rechteinhaber auch eine Ausstrahlung via Kabel oder Satellit anbieten muss. Offiziell heißt es dazu von DAZN, dass man "alle von der DFL vorgeschriebenen Übertragungswege respektieren" werde. Eine Ausstrahlung auf einem eigenen, linearen Sender wäre durch den Erhalt des HD+-Sendeweges vermutlich gar nicht mehr nötig. Zuletzt erhielt DAZN für einen Sender mit dem Namen DAZN 1 ja eine Lizenz (DWDL.de berichtete). 

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