Im fünften Jahr in Folge setzt der Deutsche Fernsehpreis auf ein zwei Abende umfassendes Konzept: Um die TV-Gala angesichts der Vielzahl der Kategorien nicht zu überfrachten und zu sehr in die Länge zu ziehen, werden insgesamt elf Preise schon einen Abend zuvor im Rahmen der "Nacht der Kreativen" überreicht. Es ist eine Reaktion darauf, dass seit 2020 nicht mehr nur in der Fiktion, sondern auch in Unterhaltung und Information die besten Leistungen in unterschiedlichen Gewerken ausgezeichnet werden und die Zahl der Preise dadurch deutlich anstieg.

Nachdem man es anfangs mit einer kleineren TV-Übertragung versucht hatte, findet die "Nacht der Kreativen" inzwischen seit mehreren Jahren im Rahmen eines gesetzten Dinners in der Kölner Flora statt. Wer schon an diesem Abend geehrt wird, erhält so zwar nicht die große Bühne, dafür aber das gemütlichere Ambiente. Eine TV-Übertragung des Abends gibt es auch diesmal nicht, DWDL.de wird aber wie gewohnt in einem Live-Ticker berichten.

Los geht's um 19 Uhr - denn diesmal startet die "Nacht der Kreativen" schon eine Stunde früher als in den vergangenen Jahren. Da sich die Veranstaltung im letzten Jahr über immerhin knapp dreieinhalb Stunden erstreckte, stehen die Chancen diesmal gut, dass das Dessert nicht wieder zum Mitternachts-Snack mutiert. Durch den Abend führen wird in diesem Jahr erstmals Jan Köppen, ehe bei der TV-Gala dann wie üblich wieder Barbara Schöneberger im Einsatz sein wird. Auch die Verleihung am Mittwochabend werden wir wieder mit einem Live-Ticker begleiten, los geht's hier um 18:30 Uhr. RTL überträgt zeitversetzt ab 20:15 Uhr. Schon vorher gibt's ab 16 Uhr wieder unseren Live-Stream vom roten Teppich, erneut mit freundlicher Unterstützung durch Magenta TV.

Doch zunächst einmal geht es um elf Kategorien, in denen herausragende Leistungen des vergangenen Jahres schon heute ausgezeichnet werden. Die meisten Preise werden nach wie vor in der Fiktion verliehen. "Hundertdreizehn" könnte von seinen vier Nominierungen bereits drei Preise am ersten Abend holen, "Chabos" und "Die Nichte des Polizisten" sind doppelt im Rennen, ebenso wie "Sturm kommt auf" und "Die Nibelungen". Im Bereich Information gibt's am ersten Abend nur zwei Kategorien, in beiden ist "Babo - Die Haftbefehl-Story" nominiert. In der Unterhaltung könnte es einzig "Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale" auf zwei Auszeichnungen während der "Nacht der Kreativen" bringen. Für beide gilt: Sind "Babo" und der "ESC-Vorentscheid" an diesem Abend nicht siegreich, werden sie komplett leer ausgehen, am zweiten Abend sind sie nicht mehr im Rennen.

Im Folgenden: Die Nominierungen in allen Kategorien, die am Dienstagabend vergeben werden, im Überblick.

Bereich Fiktion

Beste Regie Fiktion

  • Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch für Chabos (ZDFneo/BBC Studios)
  • Bettina Oberli für naked (ARD/WDR/Fandango Film TV)
  • Rick Ostermann für Hundertdreizehn (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)

Bestes Buch Fiktion

  • Andreas Altenburg für Prange – Man ist ja Nachbar (ARD/NDR/Florida Film)
  • Rolf Basedow, Nicole Armbruster für Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
  • Arndt Stüwe für Hundertdreizehn (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)

Beste Kamera Fiktion

  • Theo Bierkens für Sturm kommt auf (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
  • Christian Huck für Oderbruch (ARD/Degeto/SWR/Syrreal Entertainment)
  • Philip Peschlow für Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)

Beste Montage Fiktion

  • Christoph Cepok, Benjamin Kaubisch für Hundertdreizehn (ARD/Degeto/ORF/WDR/ Windlight Pictures/Satel Film)
  • Anna Nekarda für Die Nichte des Polizisten (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
  • David Wieching, Tobias Wieduwilt für Chabos (ZDFneo/BBC Studios)

Beste Musik Fiktion

  • Jessica de Rooij für Mozart/Mozart (ARD/Degeto/ORF/WDR/SWR/Story House Pictures/Bavaria Media/The Dreaming Sheep Company)
  • Victoria Hillestad, Julian Erhardt für Maxton Hall – Die Welt zwischen uns (Prime Video/UFA Fiction)
  • Stefan Will, Robert Henke für Crooks (Netflix/Wiedemann & Berg Film) und Banksters (HBO Max/W&B Television)

Beste Ausstattung Fiktion

  • Christoph Kanter (Szenenbild), Brigitta Fink (Kostümbild) für Sturm kommt auf (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
  • Matthias Müsse (Szenenbild), Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild) für Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)
  • Francis „Kiko“ Soeder (Szenenbild), Ramona Klinikowski (Kostümbild) für Kacken an der Havel (Netflix/Warner Bros. International Television)

Bereich Information

Beste Kamera Information/Dokumentation

  • Eike Köhler, Kim Kristin Mauch, Björn Kurtenbach für Minentaucher – Der harte Weg in die
    Elite der Bundeswehr (ARD/NDR)
  • Jürgen Rehberg für Holt – Der Windkraft-Schwindler (ARD/SWR/HR/NDR/Frisbeefilms)
  • Wesley William Salamone für Babo – Die Haftbefehl Story (Netflix/27KM‘B Pictures)

Beste Montage Information/Dokumentation

  • Xenja Kupin für Rise & Fall of 1860 München (ARD/BR)
  • Philipp Schnabel, Marco Rottig, David Gesslbauer für Babo – Die Haftbefehl Story
    (Netflix/27KM‘B Pictures)
  • Andrea Schumacher für Die Nacht von Paris – Terror am Stade de France
    (Sky/Leonine Documentaries)

Bereich Unterhaltung

Beste Regie Unterhaltung

  • Knut Fleischmann für Ninja Warrior Germany (RTL/RTL Studios)
  • Carsten Seibt für Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow (ARD/Jürgens TV)
  • Johannes Spiecker für Wer stiehlt mir die Show? und Joko und Klaas gegen ProSieben (ProSieben/Florida Entertainment)

Bestes Buch Unterhaltung

  • Dietmar Jacobs, Christian Ehring für extra 3 vom 23.10.2025 – Streit ums Stadtbild: Merz poltert (ARD/NDR)
  • Dr. Christof Mannschreck, Nicole Simmen für Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026 (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity)
  • Martin Waldmann für heute-show extra: Die unglaubliche Geschichte von Elon Musk (ZDF/Prime Productions)

Beste Ausstattung Unterhaltung

  • Katia Convents (Kostüm), Paola von Griesheim (Requisite) für Let‘s Dance (RTL/Seapoint Productions)
  • Jonas König (Set- und Licht-Design) für Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme) – Folge: So geht Trash-TV: „Ein sehr gutes Quiz“ auf dem Wertstoffhof (ProSieben/Florida Entertainment)
  • Florian Wieder (Inszenierung Vorentscheid) für Eurovision Song Contest – Das deutsche
    Finale 2026 (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity)